Bertelsmann, Bildung, Bilderberger und Besetzungen (1)

drahtzieherbertelsmannAm Dienstag, den 10.11.2009 wird Wolfgang Lieb, promovierter Jurist, Mitherausgeber der Nachdenkseiten und als SPD Mitglied ehemaliger Staatssekretär im Wissenschaftsministerium von NRW, in Koblenz einen Vortrag zum Thema „Drahtzieher hinter den Kulissen – Der Einfluss der Bertelsmannstiftung auf die Hochschulen“ halten. Zwar werde ich nicht zugegen sein (hoffentlich wird der Vortrag online zur Verfügung gestellt), aber angesichts der nach Österreich bald auch in Deutschland anstehendenden erneuten Proteste gegen das Bildungssystem, ist das ein willkommener Anlaß sich mit den Akteuren und Strippenzieher gerade hinter den Reformen im Bildungsbereich auseinander zu setzen. Dabei werde ich versuchen die unendliche Fülle an Materialien zu Bertelsmann so zu bündeln, dass auch ohne allzu ausführlich zu werden, ein bleibender Eindruck von Bertelsmann und seinen Aktivitäten bleibt. Auch wenn ich als Absolvent eines Gymnasiums in NRW gerade zu der Zeit als Herr Lieb dort als Staatssekretär verantwortlich war  nicht unbedingt überzeugt von der Bildungspolitik der SPD bin, gebührt den Aktivitäten der Bertelsmann Stiftung zweifelos große Aufmerksamkeit. Ihre Aktivitäten illustrieren auf eindrucksvolle Weise, dass Einfluß auf gesellschaftliche Institutionen ausgeübt werden kann und welche Mechanismen dabei wirken (zumindest gilt das in Deutschland und für wenigstens den Bildungsbereich) und wie diese als Instrumente der Bevölkerungskontrolle (vgl. Foucaults Biopolitik) eingesetzt werden.

Beginnen möchte in den ersten beiden Teilen dieser mehrteiligen Serie mit einem Überblick über den in Göttingen ansäßigen Konzern Bertelsmann und seine strukturellen Verflechtungen und Beteiligungen an Unternehmen aus Musik, Print, Presse, Funk, Fernsehen und Internet. Auch die wichtigsten  und verantwortlichen Personen sollen kurz vorgestellt werden und ihre Verflechtungen nachgezeichnet werden. In den weiteren Teilen wird dann der Fokus auf dem Einfluß von Bertelsmann beim Thema Bildung liegen, sowie auf den  konkreten Protesten gegen Bertelsmann (wie eine Besetzung der Zentrale in Berlin). Zwar gibt es noch viel mehr über Bertelsmann zu berichten (beispielsweise die Verbindungen zum CAP, dem Centrum für angewandte Politikforschung oder zur INSM, der Initiative Soziale Marktwirtschaft) aber an dieser Stelle soll nur ein knapper Einblick erfolgen, der zur eigenen weiteren Nachforschungen anregt. Eins scheint aber sicher: Ob Meinungsmacht oder Medienmanipulation,  eine Vielzahl von Vorwürfen ist gegen den Informationskonzern erhoben worden und man könnte von Deutschland fast schon von einer Mohnarchie sprechen…

Bertelsmann, der Informationskonzern Quelle: Uni-Halle, as-journal

Wiebke Priehn und Alexander Brabandt haben in der Trend Onlinezeitung im Februar 2009 in einem detaillierten Artikel zu den Machern hinter Bertelsmann deren Hintergründe und Interessenlage herausgearbeitet:

„(Achtung: Die nachfolgend zusammengetragenen Informationen beziehen sich auf den Stand von Juni 2008 – soweit nicht anders angegeben. Seither hat sich im Bertelsmann-Komplex einiges verändert, z. B. wurde die Bertelsmann Music Group (BMG) abgestoßen. Gleichwohl bietet der Text eine exemplarische Übersicht über die in diesem Komplex organisierten Interessen und Abhängigkeiten.) „Unerwarteter Weise ist Bertelsmann, trotz seiner Publizität in allen Medien, eine unbekannte deutsche und europäische Großmacht. Und zwar als Medienkonzern und als politische Großmacht. [...] Alle schwierigen Entscheidungen werden vorabgesprochen in den Elitenetzwerken aus Parteien und Konzernen. Das ist in gewisser Weise eine Privatisierung der Politik.“ (Frank Böckelmann, SZ vom 27.9.2004)

Die Bertelsmann AG, Europas größter Medien- und Informationskonzern, gehört mehrheitlich der operativ tätigen Bertelsmann Stiftung. Mit dieser Kombination hat Bertelsmann-Patriarch Reinhard Mohn einen beispiellosen Macht- und Einflussapparat geschaffen, der in den letzten Jahren zunehmend in die Kritik geriet. Wer hat dort heute das Sagen? Das Organigramm zeigt eine durchgängige Top-Down-Struktur, in der Verantwortliche im Bertelsmann-Komplex ein Gesicht bekommen. Es stellt sich die Frage nach der persönlichen Haftung jener Personen, die sich in den Dienst dieses Systems stellen, für den Schaden am Gemeinwohl, den der Bertelsmann-Komplex anrichtet.
Das Schaubild „Organigramm Bertelsmann“ zeigt: Die Familie Mohn besitzt zwar nur 23,1 Prozent Kapitalanteile der Bertelsmann AG, kontrolliert aber sowohl die von den zuständigen Aufsichtsbehörden bisher als gemeinnützig eingestufte Stiftung als auch den gewinnorientierten Konzern (siehe auch PDF-Datei). Gemeinsam mit einer Handvoll ausgewählter Wirtschaftsführer beherrscht die Mohn-Familie ihr Imperium und arbeitet an seiner Ausweitung.“

overcomebertelsmann

Quelle: www.anti-b.de (öffnet sich als PDF)

Die wichtigsten Person im Unternehmen ist die einstige Telefonist in Elisabeth „Liz“ Mohn, die Reinhard Mohn 1982 heirate und bis in die Konzernspitze aufstieg und die nach einhelliger Medienmeinung nun alle Macht auf sich vereint :

„Danach soll Liz Mohn bis zum Alter von 75 Jahren Vorsitzende der Bertelsmann-Verwaltungsgesellschaft (BVG) und Sprecherin der Familie bleiben. Die BVG ist die eigentliche Machtzentrale des Konzerns. Liz Mohn hat ein Vetorecht bei der BVG und kann damit alle Entscheidungen blockieren. Sie darf selbst bestimmen, wer ihr in sieben Jahren nachfolgt. Entgegen anderslautender Vermutungen ist noch nicht ausgemacht, dass ihre Tochter Brigitte eines Tages das Zepter in der Hand halten wird. Vielmehr scheint auch ihr Bruder Christoph Mohn eine Chance zu haben: Er übernimmt die Sitze seines Vaters in der BVG und im Kuratorium der Bertelsmann-Stiftung.“

Aber auch die beiden Kinder Brigitte (s.o.) und Christoph Mohn haben Mitsprechemöglichkeiten:

„Er studierte Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Marketing an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster und arbeitete ab 1990 für die Bertelsmann Music Group (BMG) in Hong Kong, später in New York. 1994 wechselte er für zwei Jahre zu der Unternehmensberatung McKinsey in Düsseldorf mit Zuständigkeiten in den Bereichen Elektronik und Telekommunikation. 1996 kehrte Christoph Mohn nach Gütersloh zurück als Vizepräsident der Bertelsmann-Tochter Telemedia. 1997 wurde er Chef des Internetportals Lycos Europe, an dem er sich auch finanziell beteiligte. Seit November 2006 ist er Mitglied des Aufsichtsrats der Bertelmann AG. Von 2001 bis 2007 war er Mitglied der BVG. Christoph ist mit Shobna Mohn verheiratet. Die aus Indien stammende Mathematikerin arbeitet in der Bertelsmann AG als Vice President Investor Relations. Gemeinsam haben sie zwei Töchter.“

Der FAZ zufolge (s.o.) „wahrt die Familie ihren Einfluss in dieser Machtzentrale, indem Christoph Mohn die Position seines Vaters in der BVG übernimmt“. Mehr zur BVG wissen Priehn und Brabandt zu berichten:

Die Bertelsmann-Gesellschafter: BVG – Halterin der Aktienstimmrechte der Bertelsmann AG

Der Bertelsmann-Konzern ist eine nicht-börsennotierte Aktiengesellschaft, d. h. die Aktien werden nicht öffentlich gehandelt. Die Bertelsmann Stiftung (76,9 %) und die Familie Mohn (23,1 %) halten ihre Bertelsmann-Aktien jeweils über Zwischengesellschaften. Die Stimmrechte in der Hauptversammlung der Bertelsmann AG, dem höchsten Organ der Aktiengesellschaft, werden gemeinsam für beide Anteilseigner zu 100 % von der Bertelsmann-Verwaltungsgesellschaft (BVG) ausgeübt. Hier dominiert die Familie Mohn. Wie die Stimmrechte der BVG in der Hauptversammlung ausgeübt werden, entscheidet die Gesellschafterversammlung der BVG, deren Vorsitzende Liz Mohn ist. Weitere Gesellschafter sind Reinhard und Brigitte Mohn, sowie der Aufsichtsratschef und ehemalige Vorstandsvorsitzende von BASF Jürgen Strube und der ehemalige Thyssen-Chef Dieter H. Vogel, der gleichzeitig dem Kuratorium der Bertelsmann Stiftung vorsitzt. Die fünf Gesellschafter der BVG bestellen die derzeit 15 Aufsichtsratsmitglieder von Europas führendem Informationskonzern Bertelsmann. Damit gehören sie zu den mächtigsten Menschen der Welt.

Der Aufsichtsrat der Bertelsmann AG

Der Aufsichtsrat wiederum bestellt die Mitglieder des Vorstands, der Bertelsmann-Unternehmensleitung, und überwacht und berät ihn in wichtigen Geschäftsvorfällen. Im Aufsichtsrat finden sich bis auf Dieter H. Vogel alle Gesellschafter aus der BVG wieder: Reinhard Mohn, der dem Gremium als Ehrenvorsitzender angehört, Jürgen Strube, der den stellvertretenden Vorsitz inne hat, und als einfache Mitglieder Liz und Brigitte Mohn. Den Mohn-Clan vervollständigt Brigittes Bruder Christoph, Chef der Bertelsmann- und Telefonica-Tochter Lycos Europe.

Geleitet wird der Aufsichtsrat von Gunter Thielen, der gleichzeitig Vorstandvorsitzender der Bertelsmann Stiftung ist, und damit die letzte Stufe der Bertelsmann-Karriereleiter erklommen hat. In diese beiden Positionen wechselte Thielen Anfang 2008, nachdem er den Chefposten der Bertelsmann-AG aus Altersgründen mit 65 Jahren an seinen jüngeren Nachfolger Hartmut Ostrowski abgeben musste. Thielen kam ursprünglich aus dem ludwigshafener Chemie-Konzern BASF (Ex-IG-Farben), machte dann aber Karriere in Bertelsmanns Unternehmensbereich Druck- und Industriebetriebe, der ab 1999 unter dem Namen „Arvato“ firmierte. Aus diesem Bereich rekrutieren sich bei Bertelsmann traditionell die Unternehmenschefs, wie auch Hartmut Ostrowski. Nach Erreichen der Altersgrenze von 60 Jahren rücken die Bertelsmann-Vorstandschefs üblicherweise auf den Aufsichtsratsvorsitz des Konzerns und auf den Vorstandsvorsitz der Bertelsmann Stiftung. Ursprünglich hatte Thielen nach den Vorstellungen von Reinhard Mohn direkt von Arvato zur Bertelsmann Stiftung wechseln sollen. So wurde er zwischenzeitlich bereits ab Oktober 2001 auf Vorsitz von Kuratorium und Präsidium der Stiftung berufen und gleichzeitig auf den Vorsitz der Bertelsmann-Verwaltungsgesellschaft (BVG). Thielen, der neben seiner Tätigkeit für den Konzern schon länger den Vorsitz des Stiftungspräsidiums inne hatte, ordnete binnen kurzer Zeit die Stiftung neu und legte ihre Grundsätze für die nächsten Jahre fest. Als Kernthemen wurden die fünf Bereiche Bildung und Kultur, Wirtschaft und Soziales, Gesundheit, Internationale Verständigung sowie Demokratie und Bürgergesellschaft geschaffen. Doch 2002 musste der 60-jährige für den unverhofft ausscheidenden Bertelsmann-Chefmanager Thomas Middelhoff einspringen. Sein Nachfolger an der Stiftungsspitze wurde der Marketing-Professor Heribert Meffert, der vorher bis zu seiner Emeritierung das Institut für Marketing an der Universität Münster geleitet hatte und dem Hause Bertelsmann schon seit längerem verbunden war.

Als Bertelsmann-Chef hatte Thielen 2004 die Idee zur umstrittenen „Social-Marketing“-Kampagne „Du bist Deutschland“, als Beitrag zu einem „unverkrampften Patriotismus in Deutschland“ (Lars Cords, Kampagnensprecher). Thielen wurde 2005 vom American Institute for Contemporary German Studies (AICGS) an der Johns-Hopkins-Universität zum „Global Leader“ gekührt. Bertelsmann ist Sponsor dieser Lobbygruppe mit Sitz in Washington. Thielen ist Mitglied im Beirat des Atlantic Council of the United States, einer weiteren Einflussgruppe aus Washington D.C. Er ist seit Mai 2008 Mitglied des Aufsichtsrats von Sanofi Aventis (Sanofi Aventis: Pharma, Beteiligung durch L´Oréal: 8,7 %). Das deutsch-französische Unternehmen entstand 2004 aus der Fusion von Sanofi-Synthélabo und Aventis, seinerseits 1999 aus einer Fusion der Pharmasparten von Hoechst Marion Roussel AG (ehemals Hoechst AG) und Rhône-Poulenc hervorgegangen. Mit einem Umsatz von 28,052 Mrd. Euro und ca. 100.000 Mitarbeitern in mehr als 100 Ländern gehört Sanofi Aventis nach Pfizer und GlaxoSmithKline zu den größten Pharmaunternehmen der Welt.

Soviel für den Einstieg, der schon interessante Dinge zu Tage fördert: Die Familie, die Rolle der Stiftung und einige der wichtigsten Köpfe. Den komplexeren Strukturen um den Konzern werde ich mich im nächsten Teil ebenfalls mit Hilfe von Brabandt und Priehn widmen. Dabei werden auch die Mitgliedschaften der Verantwortlichen in diversen globalen politökonomischen Zirkeln wie den Bilderbergern und der Trilateralen Kommision eine Rolle spielen.

UPDATE: #Bildungsstreik in Deutschland: #unibrennt nun auch in Heidelberg & Münster

unibrenntheidelberg

UPDATE:

Auch das Audimax der Uni Münster ist nun besetzt! Hierfür gibt es sogar schon einen Livestream.

Außerdem existiert ein neues Internetportal:

Unsereunis.de

Auch Solidaritäts- und Unterstützungserklärungen von der Piratenpartei erreichen die Protestierenden:

Baden-Württemberg

Bayern

Hier ein Sammlung von Artikeln aus Österreich, die den Einfluß des Web 2.0 zum Gegenstand haben:

Aufruf aus Österreich

Wer wissen will wie es laufen kann, wenn breite Bevölkerungsschichten mobilisiert werden, dem sei dieser Beitrag empfohlen:

Paris im Mai ‘68 – Wie ein Studentenaufstand eine soziale Revolution entfachte

Jüngste Artikel zur Besetzung in Heidelberg:

Wien ruft zu internationalen Besetzungen auf

Bewegung: Audimax’ Gruß an Studierende in Deutschland + Besetzung in Heidelberg

Facebook Gruppe von #unibrennt in Heidelberg

Bildungsstreik Marburg zur Besetzung: Der heiße Herbst beginnt

Unsereuni.at

Kunst 1: Der politische Stencil Künstler Banksy

Will hiermit eine neue Serie starten: Kunst. Damit kenne mich zwar wenig aus, aber was mir oder vielleicht auch Corrrdoba gefällt wird ab sofort unter diesem Titel hier gepostet. Beginnen will ich mit den politischen Werken von Banksy, einem Stencil Künstlern aus Bristol. Den meisten mag er schon bekannt sein (hats sogar schon in die FAZ und SPIEGEL geschafft), auch ich bin schonmal über seine Werke gestolpert, aber seinen Namen und den Stil habe ich erst jetzt durch eine ARTE Doku so richtig kennen- und vor allem schätzen gelernt…

(Video hier gefunden)

(Video von ARTE)

Neuer Musik Sampler: Die kritische Masse 2

BackCDCover+Rückseite

Die Mädels und Jungs vom Radio-NWO haben nachgelegt (Teil 1 hier) und einen zweiten Teil ihres Kritische Masse Samplers rausgebracht. Mit dabei sind neben alten Bekannten wie Killezz More und Kerkerschrei auch prominente Gäste wie Mono & Nikitaman und Die Bandbreite. Musikalisch orientiert sich das Ganze vor allem an Hip Hop und Reggae, es finden sich aber auch elektronische Klänge. Thematisch werden vor allem Themen wie Überwachung, Finanzterrorismus, Widerstand gegen die schöne neue Welt oder Fehler im System angesprochen. Anspieltipps sind für mich „Nein zu EU Vertrag“, „Kameras und Hubschrauber“, „Systemanalyse“ und „Jetzt bist du gefragt“. Fazit: Unbedingt holen und reinhören!

UPDATE: Haben die Tracks jetzt auch in unserer Musiksektion in die Playliste eingefügt, nachdem Nino sie bei Youtube hochgeladen hat und eine Playliste dort erstellt hat!

Zu den beteiligten Künstlern:

Die neue RAF Die Bandbreite
Nein zum EU Vertrag Killezz More
Es wird Zeit Falkonection
Kameras und Hubschrauber Daniel Morgenroth
Der falsche Film Mentallabor
Schöne neue Welt Bartholomäus
Systemanalyse Nemo Nemesis
Geht in Frieden hmed
Wie lange noch Scarabeuz & Taleb feat. Omima
Aire fresco y Cigarillos FellerSlang
Wenn ihr schlaft Mono und Nikitaman
Finanzterrorismus Eigenwert
Lügen für das Volk Zeynep
Zinsknecht AVE AFS
Das Kartell Kerkerschrei
Jetzt bist du gefragt Killezz More

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Paris im Mai ‘68: Wie ein Studentenaufstand eine soziale Revolution entfachte


Wir widersetzen uns dagegen erzogen, diplomiert, lizenziert, inventiert, registriert, indoktriniert, suburbanisiert, ermahnt, geschlagen, telemanipuliert, vergast und eingetragen zu werden.


Wir werden nach nichts fragen. Wir werden nichts verlangen. Wir werden es nehmen und besetzen.


Macht korrumpiert. Absolute Macht korrumpiert absolut.



In einer Gesellschaft in der jedes Abenteur abgeschafft wurde, bleibt das einzige Abenteur die Gesellschaft abzuschaffen.


Die Wirtschaft ist angeschlagen – Lass uns hoffen sie stirbt!


Langweile ist konterrevolutionär.


Barrikaden versperren die Straße, aber öffnen den Weg.


Schafft die Klassengesellschaft ab.


Dein Boss braucht dich, du brauchst aber deinen Boss nicht .


Sei realistisch, verlang das Unmögliche.


Steht auf, ihr Erniedrigten der Universität.


Fantasie an die Macht.


Aufruf aus Österreich

[Via Futurlogischer Kongress]

Vorwort:

Die Unis in Österreich brennen. Das Interessante daran ist neben dem rebellischen Mut der Beteiligten, die Art der Vernetzung, Organisierung und Mobilisierung, die wie selbstverständlich über die digitalen sozialen Netzwerke ablaufen. Ein Faktor, der auch schon zum Erfolg der Zensursula Kampagne und der Piratenpartei maßgeblich beigetragen hat. In Österreich konnte mit diesen Mitteln das erste Mal ein basisdemokratisches und dezentrales Konzept als gesellschaftlicher Gegenentwurf in realen sozialen Kämpfen erprobt werden. Und: Es funktioniert erstaunlich gut! Jeder kann einfach mitmachen und sich mit seinen Fähigkeiten einbringen. Der virale Charakter der Livestreams, Tweets, Blogeinträge und YouTube Videos hat sich in den deutschsprachigen Kommunikatonsnetzen eingenistet und den Protest weit über das Audimax der Wiener Uni hinaus verbreitet.

Das ist aber eigentlich nichts Neues. Im Iran erlebten wir das selbe Phänomen (#iranelection) schon vor einigen Monaten. Nun spielt sich in Österreich Ähnliches ab und ein Ende scheint nicht Sicht: Der Juni-Bildungsstreik in Deutschland wird im November ausgeweitet und kann auf schon existierenden Strukturen und dem neu entfachtem Enthusiasmus aufbauen. Hier eine kleine Linksammlung von Artikeln, die sich gerade der Bedeutung der social networks widmet:

Vom Flashmob zu #unibrennt: Kollektive Organisation in Realtime

Hurra, hurra die #unibrennt – Politics 2.0

Nix brennt in unserer Uni

Die Uni brennt nach Ameisenart

Digitale Revolte – der verlinkte Widerstand

Studierendenproteste in Österreich – Studis nutzen aktiv das Social Web

you are the media

Revolution 2.0

Austrian students are taking social media-trained organization to the ground

Das „geheime“ Netzwerk der Studierenden

Uniproteste als „dezentraler Schwarm“

#unsereuni und das Social Web

Ein wildes Pamphlet für einen neuen Denkansatz der alten Medien, deren Bedeutung im aktuellen Uni-Protest 2.0 gerade pulversiert wird

Netzwerk-Organisationen, Schwarmintelligenz, Change?

Internet als Live-Medium

Was tun, wenn die #unibrennt

ein radikaler Gegenentwurf

Ein unauslöschbarer Flächenbrand. Die #unibrennt.

Keimformhafte Perspektiven für Studentenproteste gesucht

Studentenproteste 2.0: The revolution is twittered

Studentenproteste in Österreich: Mit allen Registern des Netzes

Wien brennt. Österreich brennt. Wann brennt dein Zuhause? Nachdem heute, dem 28.10 in Wien sagenhafte 40 Tausend Menschen auf der Straße waren, in Wien die Hauptuniversität, die Technische, die Akademie der bildenden Künste, die Bodenkultur die Sportwissenschaften, die Internationale Entwicklung – und neuerdings auch das Juridicum besetzt ist, weiteres Hörsäle und Fakultäten in GRAZ, LINZ, SALZBURG, KLAGENFURT – morgen auch INNSBRUCK, ist es Zeit, das sich dieser sagenhafte Protest ausweitet!

Vielen Demonstrierenden geht es nicht allein um die Bildung, vielmehr geht es auch um einen gesammgesellschaftlichen Kontext – das Wort „Revolution“ erfreut sich sehr großer Beliebtheit. Dieser Protest versteht sich als antiautoritär, antifaschistisch, antisexistisch und emanzipatorisch. Er macht nicht Halt bei der Bildung – was auch zu reger Spaltung und Politisierung geführt hat.

Auf der RIESEN-Demo heute in Wien haben nicht nur Studenten demonstriert. Tatsächlich gelang es, Schüler, Lehrlinge, Arbeiter, ganze Familien für den Protest zu begeistern. Von vielen älteren Menschen hören wir ständig das diese Basisverbundenheit, diese Organisation, dieses Mediale (selbstgemachte!! –> Twitter) Echo in den 60er, 70er, 80er, 90er, schlichtweg unmöglich war. NUR an der besetzten Hauptuniversität Wien gibt es zum gegebenen Zeitpunkt über 60 Arbeitsgruppen, viele davon zum Selbstschutz, zur Mobilisierung von anderen Schichten, zur Agitation des Protestes in den Betrieben, zur Internationalisierung usw. Prominente ÖsterreicherInnen solidarisieren sich, kommen vorbei und sind überwältigt.

Wir wollen den Kapitalismus abschaffen. Können aber noch nicht.

Das ist kein Eintagesfliegen Bildungsstreik, das ist eine Occupation der Universitäten auf unbestimmte Zeit mit dem Ziel der Ausweitung. Wir haben keine Führenden, wir haben keine zentrale Organisation, das Plenum ist die einzige bestimmende Instanz. So basisdemokratisch, ohne Aufruf von irgendjemensch haben die verschiedenen Unis in Österreich die Revolte weitergeführt, und sind jetzt zweifelsohne an EINEM Höhepunkt, der vor wenigen Tagen, als 300 Studenten gemeinsam mit Professoren die Kunstakademie besetzten und zur Solidarität ausriefen schlichtweg undenkbar war. Noch gestern war die Frage, ob wir die 10.000 marke bei der Demonstration knacken können, obwohl alles darauf hindeutete. Die Medien, allen voran der ORF schweigen uns logischermaßen tot. Die kritische Masse ist erreicht, wie es weitergehen soll, weiß keiner genau, wir machen weiter wie bisher, tragen den Protest in die breite und kämpfen gegen jede Vereinahmung seitens einer autoritären, faschistischen, sexistischen oder sonst wie diskriminierenden Organisation.

Ganz wie es die BesetzerInnen der Kunstakademie forderten (FM4):“it’s not just about occupying your university. you should occupy everything! at work, at home, everywhere! RECLAIM YOUR LIFE! wie gehabt, dies ist ein Aufruf..!!!

http://www.unibrennt.at/

http://www.ustream.tv/channel/tubrennt

Twitterhashtags: #unibrennt #unsereuni #audimax #tubrennt #bokubrennt und viele mehr..

www.twitter.com/gewure

www.twitter.com/unibrennt

www.twitter.com/tubrennt

http://de.indymedia.org/2009/10/264413.shtml

Xavier Naidoo singt über die Atlantik-Brücke, 9/11 und Gladio

Xavier Naidoo hat sein neues Album „Alles kann besser werden“ veröffentlicht. Ein bemerkenswertes Lied auf diesem Album heißt „Goldwaagen/Goldwagen“, indem er sich skeptisch gegenüber Merkel, der offiziellen Sichtweise auf den 11. September und der Atlantikbrücke zeigt. Außerdem glaubt er, dass im Wesentlichen Goldman Sachs hinter Obama steht, wie er jüngst in einem Interview mit der Süddeutschen zum Besten gab. Nun war Xavier immer schon politisch, aber diese Töne sind in der Form neu und ein weiterer Beleg dafür, dass sich manche Dinge langsam rumsprechen. Hier ein interessanter Ausschnitt aus dem Interview:

sueddeutsche.de: In einem Lied singen Sie „Barack Obama hat ausgedient“ – der hat doch gerade erst angefangen, also wie kommen Sie darauf?

Naidoo: Es ist naiv, zu glauben, dass sich Amerika völlig gewandelt hat, weil ein dunkelhäutiger Mann Präsident wurde.

sueddeutsche.de: Obama versucht in vielen Bereichen, eine andere Politik als sein Vorgänger George W. Bush zu machen. Ist das für Sie kein Wandel?

Naidoo: Wissen wir das wirklich? Was ist denn, abgesehen von Absichtserklärungen, bislang passiert? Tatsache ist: Seine Berater und sein Personal setzen sich aus mehr Wall Street und Kapital zusammen als jemals zuvor. Obama ist für mich Goldman Sachs. Und Goldman Sachs ist für den Finanzcrash mitverantwortlich – und darf sich darüber freuen, dass auf Initiative von Obama Hunderte Milliarden Steuerdollar an die Wall Street fließen. Für mich ist Obama bislang vor allem ein verlängerter Arm der Wall Street.

sueddeutsche.de: Sie spekulieren auch über eine Verwicklung der CIA in die Anschläge vom 11. September. Was wollen Sie mit solchen Songtexten bewirken?

Naidoo: Ich möchte vor allem, dass die Leute nachdenken. Dass Sie sich bestimmte Dinge noch mal angucken und hinterfragen. Gab es Fachleute, die den Finanzcrash vorausgesehen haben? Ist unsere Währung überhaupt gedeckt? Wie entsteht überhaupt Geld? Es gibt viele Antworten, die man leicht finden kann, wenn man offen ist.

Filmtipp: Das (illuminierte?) Kabinett des Dr. Parnassus

Am 07.01.2010 startet in Deutschland der neue Film von Terry Gilliam (Fear & Loathing in Las Vegas, Brazil, 12 Monkeys), der zu meinen Lieblingsregisseuren zählt. Sein neuer Film wimmelt nur so vor okkulter und Maurersymbolik. Hier beispielsweise ein asiatisches Filmplakat:

Im Trailer wird diese Symolik sogar noch deutlicher. Dort finden sich neben Schachbrettmustern, 2 Säulen, Pyramiden mit dem allsehenden Auge nicht zuletzt auch die Masken, die man u.a. auch schon bei den Stanley Kubrick Werken Uhrwerk Orange und Eyes Wide Shut entdecken konnte. Bin mal gespannt wie lange es dauert bis Theorien aus dem Boden schießen, dass die „Enthüllungen“ dieses letzten Films von Hauptdarsteller Heath Ledger der wahre Grund für seinen Tod sind, wenn sie sich nicht schon im Umlauf befinden. In jedem Fall bin ich neugierig auf ein neues visuelles Meisterwerk von Gilliam. Eine erste deutschsprachige Kritik, dieses Werkes, wo es um einen Pakt mit dem Teufel geht und in dem Charakter den Heath Ledger spielt, von der fahrenden Truppe des Doctor Parnassus mit einem Strick um den Hals von einer Londoner Brücke hängend gerettet wird, findet sich hier.

Hartz IV Sanktionen wegbloggen!

Eine interessante Aktion, ganz im Sinne einer APO 2.0, der man nur Erfolg wünschen kann:

Dazu Telepolis:

Blogger schließen sich für eine Petition für die Streichung des Sanktionsparagrafen bei Hartz IV zusammen

2008 sind die Bezüge bei mindestens 97.000 Beziehern des Arbeitslosengeld II um 100 Prozent gekürzt worden. Dies ist nämlich die Zahl jener Arbeitslosen, die unter 25 Jahren alt sind, denen das zuständige JobCenter einen echten oder vermeintlichen Verstoß gegen die Hartz IV-Auflagen vorgeworfen hat und deren Bezüge daraufhin komplett gestrichen wurden. Diese Sanktionen können sich bei älteren Arbeitslosen von einer zehnprozentigen Kürzung bis zum totalen Wegfall der staatlichen Leistung belaufen.

Nicht nur, dass Menschen dann mit weniger Geld auskommen müssen, als zum Unterhalt des Lebens schlechthin notwendig ist, gestrichen werden damit auch die Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung und die Wohnungskosten. Gegen diese perfiden Sanktionsmaßnahmen der ARGEn und JobCenter, von denen letztes Jahr immerhin 789.000 Menschen betroffen waren, hat seit dem 20.08.2009 Ralph Boes eine Online-Petition wegen Verletzung der „Menschenwürde“ und der „Freiheit zur Entfaltung der Persönlichkeit“ im deutschen Bundestag eingereicht.

Da die Möglichkeit zur Stimmenabgabe bis zum 28.10. beschränkt ist und bislang erst etwas über 3.000 Stimmen bei erforderlichen 50.000 abgegeben wurden, haben sich nun ca. 50 Blogger zusammengeschlossen, um der Initiative neuen Schwung zu geben. Unter dem Banner „Sanktionen wegbloggen“ wollen sie die Abgabe der Petition zur ersatzlosen Streichung der Sanktionsmaßnahmen gemäß §31 SGB II erreichen. Auf youtube gibt es schon erste Clips dazu. Bereits zur Bundestagswahl hatten sich mehr als hundert Blogger zugunsten der Linkspartei und mehr als 1.000 Netzaktivisten als Unterstützer der Piratenpartei zusammengefunden und konnten somit einigen politischen Unmut in ihre Richtung kanalisieren.

Drei Wochen wäre also noch Zeit, um Stimmen gegen die vermutlich unredlichste Rechtsgebung in Deutschland seit der Erfindung von Gesetzen mobilisieren. Eventuell stehen die Chancen zur Streichung des Paragrafen gar nicht so schlecht: Schließlich könnte Angela Merkel, die ja neuerdings Kanzlerin aller Deutschen sein will, mit der Rücknahme einiger besonders bizarrer Punkte bei der Hartz IV-Gesetzgebung – z.B. den Sanktionsparagrafen, die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes bei langjährig Beschäftigten, der Anhebung des Schonvermögens – einerseits die Sozialdemokraten in punkto Popularität auf Jahrzehnte hinaus abhängen und gleichzeitig ihre zukünftigen, vermutlich nicht unbedingt zu Gunsten der Bevölkerungsmehrheit vonstatten gehenden Reformprojekte angemessen legitimieren. Sie könnte also mit geringsten Kraftaufwand offenbaren, wie skrupellos die geschröderte Sozialdemokratie wirklich ist und sie nebenbei noch als politische Schwachköpfe dastehen lassen.

Widerstand.com ! (Doku von Arte)

Überall in der Welt werden heute Stimmen laut, die vor einer Einschränkung der persönlichen Freiheit des Menschen durch moderne Überwachungstechnologien warnen. Globalisierungsgegner, Anarchisten mit Hang zu zivilem Ungehorsam und fortschrittsfeindliche Ex-Hippies treten hier ebenso in Erscheinung wie begabte junge Hacker und Menschen, die an eine weltweite Verschwörung glauben. Sie alle vereint der Kampf gegen Verfolgungs- und Registrierungstools. Verantwortungsbewusste Bürgerinitiativen setzen sich zur Wehr!

In Paris steht der Verein „Souriez vous êtes filmés“ („Bitte lächeln, Sie werden gefilmt“) all denjenigen offen, die die technologische Entwicklung zum Überwachungsstaat aufhalten wollen. Der Verein fordert die Entfernung von Überwachungskameras. Im Film werden Aktivisten beim Abdecken von Kameras gezeigt.
Ebenfalls in Paris zeugen die „Big Brother Awards“ von ähnlichem Widerstandsgeist: Alljährlich werden fünf Preise an Personen oder Unternehmen verliehen, die für besonders gravierende Eingriffe in die Freiheitsrechte verantwortlich sind. Jean Marc Manach, einer der Organisatoren der Zeremonie, spricht über die Entstehung der Bewegung und stellt seine Mitstreiter vor.
Die Mitglieder der Berliner Gruppe „Quintessenz“ bezeichnen sich selbst als „Hacktivisten“. Sie zeigen, wie man sich in ein Videoüberwachungssystem der Polizei einhacken und ein ganzes Kameranetz lahm legen kann. Mit einem Satellitenempfänger fangen sie Kamerabilder ab. Warum tun sie das? Um „Big Brother“ keine Chance zu lassen.
In Berlin befindet sich auch der „Chaos Computer Club„, das bekannteste Netzwerk „harmloser“ Hacker. Im Januar 2006 lüfteten sie das Herstellungsgeheimnis des ersten „RFID-Killers“, genannt RFID-ZAPPER. Jeder kann fortan ganz einfach ein kleines Gerät herstellen, das durch ein elektromagnetisches Feld Mikrochips zerstört. Nach Auffassung der Clubmitglieder werden RFID-Tags in unserem Leben bald allgegenwärtig sein. Es war daher höchste Zeit, ein Verfahren zur Ausschaltung dieser „Spione“ zu entwickeln.
In Los Angeles wurde Ian Clarke bereits als genialer Erfinder von „Freenet“ zur Legende: Es handelt sich um eine 100 % verschlüsselte und vollständig anonyme Alternative zum Internet. Obwohl es noch recht wenig bekannt ist, soll dieses „Darknet“ bereits zwei Millionen Nutzer angezogen haben. Der gebürtige Ire Ian Clarke, ein Fachmann für künstliche Intelligenz, tritt vor allem gegen die Kontrolle des Internets ein: „Eine Demokratie stützt sich auf ihre Wähler, um die Regierung zu legitimieren. Doch wenn die Regierungen kontrollieren können, welche Informationen die Wähler erreichen, dann wird die Demokratie verfälscht. Auf Freenet findet man z.B. Freesites von chinesischen Regimegegnern, geheime Handelsabkommen der Scientology-Kirche, Enthüllungen über das elektronische Wahlsystem Diebold in den Vereinigten Staaten usw.“ Im Hintergrund überwachen Dutzende Riesenantennen wie gigantische Ohren pausenlos den E-Mail-Verkehr in der ganzen Welt.
Der Film zeigt Beispiele für individuellen und kollektiven Widerstand, wobei jeweils eine besonders charakteristische Aktion oder Kampagne im Vordergrund steht.“Resistant.Com“ versteht sich als filmisches Manifest und stellt sich bewusst auf die Seite der Opponenten. Auch in der Machart des Films kommt der Kampf gegen die allgegenwärtige Überwachungsmacht zum Ausdruck. Die Regieführung macht deutlich, dass die Aktivisten gewollt im „Untergrund“ operieren. Kontrapunktisch dazu stehen die wie Laborversuche anmutenden nachgestellten Widerstandsaktionen. (Quelle)